Interessante Messungen

Nach exakt zwei Stunden sind zehn Messungen vorhanden. Zwei Messungen haben die beiden im Gespräch vergeigt. Dr. Watts macht ein etwas ernstes Gesicht, als er die aufgeschriebenen Werte miteinander vergleich. Man hört erstmal nur ein «Interessant.». Etwa eine Minute später folgt «Sehr interessant.». Während er die weiteren Berechnungen macht, weist er Anett an, nochmal dieses Buch über Tyora aus der Bibliothek zu holen, welches sie heute morgen gelesen hat. «Ich weiss gar nicht auswendig, ob es Schätzungen gibt, wie gross unser Planet eigentlich ist. Das wäre hilfreich für einen Vergleich.», meint er. Dr. Ambras Watts errechnet in der Zwischenzeit die Distanz des Meteors, dessen ungefährer Durchmesser, sowie die Geschwindigkeit, mit der er auf den Planeten zurast. Als Anett mit dem Buch zurück im Hauptturm ist, fällt der Doktor mit der Tür ins Haus. «Anett, das kann nicht sein. Hast du wirklich alles korrekt aufgeschrieben?». Anett nickt, ist aber tatsächlich etwas unsicher. Schliesslich weiss sie nicht, was die Werte bedeuten. «Du traust mir doch noch zu, Zahlen abzuschreiben, oder Herr Lehrer?». Anett lächelt ihm zu, währen der Doktor etwas rot wird im Gesicht. «Das tue ich. Absolut. Die Werte sind aber etwas beunruhigend, daher machen wir nochmal ein paar Stichproben. Diesmal im Takt von fünf Minuten.». Nach einer weiteren halben Stunde scheint die Sache klar zu sein. «Diesmal habe ich jeden Eintrag ebenfalls aufgeschrieben. Der Vergleich zeigt, dass wir beide alles gleich notiert haben. Und die Werte passen auf die bisherigen Messungen, sogar ziemlich genau.». Ambras schweigt ganz kurz und legt die Berechnungen bei Seite. Etwas besorgt schaut er zum Teleskop, danach auf den Boden. «Was ist denn?», erkundigt sich Anett. Das ungewöhnliche Verhalten des Doktors löst auch in Anett eine gewisse Besorgnis aus. «Es kann sein, dass wir leich daneben liegen. Aber es ist eindeutig. Dieser Himmelskörper ist kein Meteorit. Erstmal eine gute Nachricht, denn die Bewegung ist kaum wahrnehmbar. Es könnte Monate oder gar Jahre dauern, bis er uns trifft. Klar ist aber, dass er in einer geraden Linie auf unseren Planeten zu kommt.».