Eine total verrückte Person

Einfache Antwort: «Wir müssen doch sehen, ob sie auch wissen, wie ein Hammer funktioniert. In beide Richtungen.». Adelbert macht sich nichts mehr daraus und lässt die weiteren Tests über sich ergehen. Gewichte heben, Holz schleifen, Längen Messen. Bogenschiessen. Alles gut und recht, doch bei der letzten Disziplin muss Adelbert erneut fragen: «Und warum das?». Die Antwort ist auch hier anders als erwartet: «Es geht nicht um die Treffsicherheit. Ich habe nur ihre Atmung kontrolliert und wie ruhig ihre Hand ist. Wir können sie bestens gebrauchen! Willkommen an Bord!». Für den Rest des Tages wird Adelbert in sein Zimmer geführt. Dort wird ihm der künftige Tagesablauf erläutert. Der Bau des Schiffes ist bereits gestartet, es liegen aber noch gute hundert Tage Arbeit vor ihnen, bevor die Reise gestartet werden kann. Diese Arbeit besteht allerdings nicht nur aus dem Bau, sondern auch aus einigen Testfahrten, weiteren Verbesserungen und schliesslich der Beschaffung von genügend Proviant für die Reise nach Denoir. Adelbert ahnt nicht, dass er in dessen Hauptstadt Noria später eine wichtige Rolle spielen wird und seine wahre Berufung findet.
«Und so habe ich beim Bau dieses Schiffes mitgeholfen.». Damit schliesst Adelbert seine Geschichte vorerst. Doch Ambras reichen diese Informationen noch nicht. «Wie funktionierte das Schiff? Wie wurde es angetrieben. Und wie hielt es dem rauen Ozean stand?». Adelbert erzählt vom ersten grossen Tag in seiner Schiffbauer Karriere. «Ich erinnere mich noch genau, an den Tag, an dem wir den Motor eingebaut haben.».
An einem schönen Sonntag morgen versammeln sich die noch zwanzig Männer im Hangar, wo das Schiff auf einem starken Gerüst steht. Cid hat diesen Hanger direkt am Meer gebaut. Wenn es soweit ist, kann das Wasser direkt aus dem Meer ohne grossen Aufwand in den Hangar gespült werden. Dann sollen die Schleusen geöffnet werden, damit das Schiff direkt aufs Meer fahren kann. Das ganze Prozedere ist nur einmal möglich, deshalb muss alles aussenrum stimmen. Cid stellt sich vor die Männer und die wenigen Frauen. Es waren einmal deutlich mehr. Nicht alle sind von der Idee von Cid überzeugt. Ob die männlichen Arbeiter da nicht zu blauäuigig waren?

Fortsetzung folgt